Der Verein für Familiengärten Egg wurde 1975 gegründet. Das erste Areal, welches dem Verein von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurde, befand sich damals noch im Dorf selbst. Im Jahre 1990 musste wegen geplanten baulichen Veränderungen der Gemeinde, ein neues Areal für die gesamte Siedlung gefunden werden. Der neue Standort wurde etwas ausserhalb von Egg, mitten in der Landwirtschaftszone und mit Blick ins schöne Zürcher Oberland bestimmt.

Heute pachtet der Verein ungefähr 8000m²  Land bei der Gemeinde Egg. Das Areal beinhaltet 80 Parzellen sowie ein Gemeinschaftshaus mit Spielwiese und kleinem Spielplatz für Kinder. Circa 50 Mitglieder verschiedenster Nationen zählt unser Verein. Jeder hegt und pflegt sein kleines Gartenparadies nach den eigenen Vorstellungen und Möglichkeiten. 

Doch so ein grosses Areal muss auch ausserhalb der eigenen vier Stellriemen gepflegt werden. Dafür zuständig ist einerseits unser Gartenwart, der mit viel Einsatz darum bemüht ist, dass die Anlage sauber und gepflegt bleibt. 

Zum andern sind die Mitglieder dazu verpflichtet, sich an sogenannten Fronarbeitstagen an den allgemeinen Pflege- oder Erneuerungsarbeiten zu beteiligen. Diese Tage werden über das Gartenjahr verteilt, unter der Schirmherrschaft des Gartenwartes an bestimmten Tagen durchgeführt. Die Daten findest du im Jahresprogramm aufgeführt.

Der Verein für Familiengärten Egg ist konfessionell und politisch unabhängig. Menschen aller Nationalitäten sind herzlich willkommen.

Es gibt immer wieder frei werdende Gartenparzellen. Interessenten können das Kontaktformular ausfüllen und abschicken und werden dann durch ein Vorstandsmitglied kontaktiert. Sollte zurzeit keine freie Parzelle vorhanden sein, kommt der Interessent auf eine Warteliste. 


Die Funktion eines Familiengartens

Ernährungsfunktion:
Die Familiengärten dienen dem Anbau von Gemüse, Blumen, Beeren und Zwergobst zur Selbstversorgung. Die Anlage von Familiengärten ist ein nicht zu unterschätzendes Mittel, den Grad der Selbstversorgung zu erhöhen. Aus Fachkreisen des biologischen Gartenbaus ist bekannt, dass schon 70 Grünfläche genügen können, um den Jahresbedarf einer Person an Beeren und Gemüse zu decken. Der Familiengärtner kann diese Erträge mit der eigenen Arbeitsleistung und geringem finanziellen Aufwand erwirtschaften.

 

Erholungsfunktion:
Der Familiengarten ermöglicht Entspannung und Erholung bei körperlicher Betätigung. Er bietet die Möglichkeit, in einer intakten Umgebung die Natur wieder bewusst zu erleben, zu hegen und unter Gleichgesinnten eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung auszuüben.


Die Wurzeln der Schrebergärten

 Die Wurzeln der Kleingärten, wie man sie heute kennt, reichen zu den Anfängen des 19. Jahrhunderts zurück. Die Bevölkerung nahm damals stark zu, was dazu führte, dass es zu einer verstärkten Armut kam. Einige wohlhabende Personen zeigten sich barmherzig und legten sogenannte Armen-Gärten an. Dies hatte rein praktische Hintergründe. Denn die armen Menschen sollten so die Möglichkeit haben, zum Selbstversorger zu werden. Denn wer eigenes Obst und Gemüse anbauen kann, muss weniger Hunger leiden. Dies war zu damaligen Zeiten somit der ursprüngliche Gedanke, warum solche Kleingärten überhaupt angelegt wurden. Auch heute werden Schrebergärten gern zum Selbstanbau genutzt. Jedoch weniger, um dem Hunger entgegenzuwirken, als vielmehr aus dem Grund heraus, dass sich immer mehr Menschen bewusster ernähren und Obst sowie Gemüse stärker in ihren Speiseplan integrieren. Und was kann gesünder sein, als dieses einfach selbst anzubauen? Dies ist die beste Möglichkeit, um sicherzugehen, keine behandelte Rohkost auf dem Teller zu haben.